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Herren BH mit Quasimodo Effekt – Das Tracking System von GPSports

Schon gewundert, warum viele Spieler in der Vorbereitung und im Training unter dem Trikot einen „BH-artigen“ Brustgurt tragen oder warum sie im Nackenbereich einen kleinen „Buckel“ a la Quasimodo haben?
Die Antwort: GPS Tracking ist im Fußball endgültig angekommen.

Die Firma GPSports bietet ein umfangreiches GPS Tracking-System, das die Bewegungsabläufe der einzelnen Spieler misst und Live-Informationen über die Performance der Athleten liefert. Das Paket besteht aus einem kleinen Sensor, der im Nackenbereich mithilfe eines BH ähnlichen Brustgurts getragen wird. Speziell bei hautengen Trikots sieht der kleine Sensor am Rücken eben etwas seltsam aus bei manchen Spielern. In einem Dockingstation-Koffer können die einzelnen Units geladen und die Daten gespeichert werden. Gemessen wird die absolvierte Distanz, die aktuelle Geschwindigkeit und die Herzfrequenz. Zusätzlich gibt das System auch Auskunft über die G-Kräfte, die auf den Athleten wirken. Die Ergebnisse können genutzt werden, um Leistungen zu optimieren aber auch Verletzungen vorzubeugen. Im Prinzip wird die Leistung der Athleten in einer Trainingseinheit rund um die Uhr beobachtet. Wahrhaftig ein Genuss für jeden Trainer und 50.000 € Kosten für den Verein.

GPS

GPS Tracking ist an sich ja nichts Revolutionierendes. Auch Nike und Adidas bieten ähnliche Angebote an, die allerdings in Sachen Leistungsumfang etwas hinterherhinken. Zudem orientieren sich diese Produkte eher am Privat-Kunden mit Schwerpunkt Lifestyle. Auch eine Marke wie Polar kommt aus der Ausdauer Branche, findet aber ihren Urspung primär in der Herzfrequenzmessung. GPSports bietet somit ein umfangreiches System für Sportvereine jeder Art. Ob American Football, Rugby oder Fußball.

Mediale Aufmerksamkeit zumindest in den sozialen Medien erhielt das System vor allem durch Zlatan Ibrahimovic, auch wenn eher ungeplant. Jedenfalls fand es das Netz relativ lustig einen Zlatan mit „BH“ zu sehen. Das Bild verbreitete sich rasend im Internet – Dem Unternehmen wird es recht sein.

GPS2

Mittleweile bedient das GPS Unternehmen jede Menge europäische Top-Klubs. Dazu zählen auch Chelsea, Real Madrid, Bayern München oder Valencia. Auch die deutschen Bundesliga Vereine sehen einen Mehrwert darin. Erst vergangenes Jahr rüstete sich zum Beispiel die Frankfurter Eintracht damit aus. Bremen nutzt das System bereits seit Schaafs Zeiten. Wer also in Kürze zum Beispiel einen Besuch an die Säbener Straße plant, kann davon ausgehen das System in Aktion zu sehen. Im offiziellen Spielbetrieb ist das Tragen des Brustgurts allerdings verboten. Ob es am möglichen Quasimodo Effekt liegt oder doch an den Sicherheitsbestimmungen, ist nicht bekannt.

GPS3

Bilder: GPSports

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